Vor dem Spiel ist nach dem Spiel

10 November 2016 von Max Kommentieren »

Nach einem „Gaga-Wahlkampf und einem noch verrückteren Showdown am Wahltag in den USA finden sich natürlich viele Parallelen zum Sport. Sepp Herberger hat einmal gesagt „Die Leute gehen zum Fußball, weil sie vorher nicht wissen, wie das Spiel ausgeht.“ Nach der US-Präsidentenwahl und der Brexit-Abstimmung müsste die Wahlbeteiligung bei den nächsten wichtigen Abstimmungen eigentlich bei nahezu 100% liegen. Denn hier gab es in beiden Fällen Ergebnisse, die in dieser Form kaum einer auf dem Zettel hatte. „Der Ball ist rund“ hätte der „Chef“ dazu gesagt. Und wenn man den Berichten über die Geographiekenntnisse des neuen US-Präsidenten Glauben schenken darf…„Belgien ist eine schöne Stadt“, klingt das irgendwie nach „Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien.“ Aber immerhin hat der Mann – im Gegensatz zum letzten republikanischen (dieses Wort bitte unfallfrei üben) Präsidenten vor dem Tag seiner Wahl auch seine Füße schon mal auf ausländischen Boden  (aus Sicht der USA) gesetzt. Und hier kommt Fußball-Philosoph Otto Rehhagel ins Spiel: „Wer Meister werden will, muss auch auswärts Punkte holen“

In seinem bereits 1987 erschienen Buch „The art of the deal“ schreibt Donald Trump: „Man kann für Aufregung sorgen, man kann wundervolle Werbung machen, man kann alle möglichen Arten von Presse bekommen, aber wenn man nicht liefert, werden die Leute es irgendwann merken.“ Herr Kühne: Falls Sie noch ein Willkommensgeschenk für Christian Hochstätter brauchen: Bei Amazon ist das für 9,99 Euro zu bekommen. Evtl. gibt’s das im Zehnerpack auch etwas billiger. Für die Herren Gernandt, Beiersdorfer und Gisdol gehen ja gleich schon mal drei weitere Exemplare weg.

„Drei Oben“

Ein „Aufreger“ war auf alle Fälle das obligatorische Torwandschiessen im aktuellen Sportstudio am vergangenen Samstag. „Jugo-Knipser“ Vedad Ibisevic von Hertha BSC hatte Mühe überhaupt die Wand, geschweige denn das Loch zutreffen und musste sich Annika Gil vom Frauen Bezirksligisten BG Schwerin mit 0:3 geschlagen geben.

Mindestens genauso spektakulär wie die drei Treffer von Annika, waren die drei Versuche von Vedad Ibisevic das obere Loch zu treffen – aber sehen sie selbst

https://www.zdf.de/sport/das-aktuelle-sportstudio/das-aktuelle-sportstudio-clip-4-104.html

Und drei oben zu versenken – ich weiß wie schwer das ist

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Schon viel erlebt, darunter zuletzt auch den deutschen WM-Triumph im Maracana in Rio de Janeiro im Juli, hat Markus Stillger bei seinen Sportreisen. Eine weitere Anekdote ist jetzt hinzugekommen. Als regelmäßiger Gast auf dem „Ball des Sports“ in Wiesbaden hat der aus Niederbrechen stammende Unternehmer beim Torwandschießen fünf Bälle versenkt. Zum Sieg reichte es aber dennoch nicht. Den verpasste Stillger im Stechen zu nachtschlafender Zeit um 1.30 Uhr. Dass der Abstand zur Torwand in Wiesbaden nicht so groß war wie auf dem Mainzer Lerchenberg, gab Stillger angesichts der Treffsicherheit gerne zu. Doch auch auf das Original der ZDF-Kultsendung hatte der Fan des 1. FC Nürnberg wenige Tage zuvor ein gutes Füßchen bewiesen. Im Beisein seines Kumpels, Reporter-Legende Rolf Töpperwien, und seinen Gästen vom FCA Niederbrechen und der Freiwilligen Feuerwehr aus Werschau lochte „Max“ Stillger viermal ein, davon dreimal oben. (Quelle: http://www.mittelhessen.de/sport/sportserien/sport-zum-sonntag_artikel,-Sport-zum-Sonntag-_arid,435074.html)

Siebenundzwanzig

270 Wahlmänner war die magische Zahl am Dienstag, die erreicht werden musste, um am Ziel „US-Präsident“ zu sein. Ein Zehntel davon, nämlich 27 ist die magische Zahl, die seit dem vergangenen Wochenende einen neuen Rekord im Weltfussball markiert. Dem schottischen Fünftligisten East Kilbride FC gelang es nämlich sein 27. Meisterschaftsspiel in Folge siegreich zu beenden. Bemerkenswert: Der bisherige Rekordhalter (kein geringer als Ajax Amsterdam – der alte Rekord von 26 Spielen in Folge datierte noch aus der Ära Cruyff-Neeskens und Co. in den 70er Jahren) gratulierte den Schotten mit 27 Kisten Bier. Ob die alle nach dem 3:1 Erfolg gegen den BSC Glasgow am vergangenen Sonntag „umgemacht“ wurden, war der Presse leider nicht zu entnehmen. Für die wahren Statistiker: Der Ajax-Rekord gilt weiterhin für die jeweilige erste Liga eines Landes. Denn nicht alle Ligen weltweit sind bis in die untersten Klassen erfasst. Aber eine Aufgabe für die Statistiker im FLW24-Land wär das allemal, den aktuellen heimischen Rekordhalter zu ermitteln.

Tradition gegen Retorte

Übrigens: Unsere „Freunde“ vom AFC Wimbledon haben sich in der englischen First League im oberen Mittelfeld behauptet. Nach dem 16. Spieltag rangiert man auf Platz 9 mit 23 Punkten. Die „Retorten-Truppe“ Milton Key Dons ist dagegen auf Platz 20 abgerutscht und hat nur 16 Punkte auf dem Konto. Allerdings „berechtigt“ das noch nicht zum Abstieg, da in der First League nach alter englischer Sitte mit 24 Mannschaften gespielt wird. Das heißt  natürlich dass am „Boxing day“ (2. Weihnachtsfeiertag), am Silvestertag und am 2. Januar die Stiefel dort geschnürt werden. Und im weiteren Verlauf folgen noch mehrere Wochenspiele um die insgesamt 46 Spieltage innerhalb einer Saison auf die Reihe zu bekommen. Für unsere jüngeren Leser: Deshalb heißt das „englische“ Wochen!

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