Fussball & Finanzen

22 August 2015 von Max Kommentieren »

Was hat das Europapokal-Qualifikationsspiel zwischen der international drittklassigen norwegischen Mannschaft Odds Ballklub und Borussia Dortmund mit der aktuellen Börsensituation (der DAX hat in den letzten 5 Börsentagen 12% eingebüsst) gemeinsam ?

 

  1. Manchmal entwickeln sich Dinge zunächst in eine Richtung, die unlogisch erscheint und die man nicht versteht.
    (nach 22 Minuten führt der Außenseiter 3:0)
  2.  Am Ende des Tages relativieren sich viele Dinge wieder
    (das Spiel endete 4:3 für Dortmund)
  3. Die eigentlichen Verlierer sind diejenigen, die zwischendurch die Nerven verlieren.
    (und wichtigste Gemeinsamkeit bzw. Erkenntnis) Gewinner sind diejenigen, die solche Situationen ausnutzen und den Angsthasen zu „Schnäppchenpreisen“ das Material abkaufen.

 

Heute abend waren das ein paar clevere Aktienhändler, die sich beim Stand von 0:3 zu Kursen von 3,75 € mit BVB-Aktien eingedeckt haben (morgen werden die wieder zu Kursen von über 4 € den Handel aufnehmen). Aber auch bei deutschen Standard-Aktien gilt beim aktuellen DAX-Stand zwischen 10.000 und 10.500 Punkten : Es gibt Sonderangebote !

Das sehe übrigens nicht nur ich so, sondern die heutige Ausgabe des „Handelsblatt“ widmet sich ausgiebig diesem Thema. Von den dort vorgestellten Kandidaten Kali & Salz, Commerzbank, Allianz, Daimler, Deutsche Bank, Münchner Rück, BMW, RWE, VW und Lufthansa sind mit Ausnahme der Commerzbank alle Aktien im Max-Value mehr oder weniger prominent vertreten und bilden insgesamt ca. 45% des HAIG MB Max-Value ab. 9 der 10 dort vorgestellten Aktien (mit Ausnahme der Commerzbank) sind übrigens im Max-Value vertreten. Wir haben in dieser Woche insgesamt 3,5 Mio € an die Investoren in unseren Solarfonds ausgeschüttet.

Da ich auch dazu gehöre, nutze ich dieses „Geschenk des Himmels“, um zu Kursen zwischen 150 und 155 in den Max-Value nochmal einzusteigen,  bevor sich die Normalität wieder durchsetzt.

Diese lautet nach wie vor:

Nulllzinsen, Ölpreise von < 50 US-$ pro Barrel und ein €/Dollar-Verhältnis von ca. 1,10 bieten ein ideales Umfeld für die großen deutschen börsennotierten Unternehmen.

Und das wird sich mittelfristig in DAX-Ständen von 15.000 Punkten und nicht von 10.000 Punkten widerspiegeln.

Ob da in China ein Sack Reis umfällt oder nicht, hat da auf Dauer wenig Einfluss. Und der Preis für den schwachsinnigsten Börsenkommentar, den ich je gehört habe, geht diese Woche an den Chefhändler der WGZ-Bank, der sich sinngemäß wie folgt geäußert hat: „Weil der Ölpreis gesunken ist, fliehen die Anleger in Scharen aus dem Aktienmarkt“ Wenn Sie mit dem Geld Ihren Heizöltank auffüllen mag das ein gutes antizyklisches Investment sein.

Ansonsten erschließt sich mir die negative Auswirkung eines fallenden Ölpreises auf die Aktienmärkte nicht. Aber siehe oben Punkt 1: Manchmal entwickeln sich Dinge kurzfristig seltsam. Wer langen Atem hat und die notwendige Schmerzfreiheit mit kurzfristigen Schwankungen umzugehen, empfehle ich nochmal auf Punkt 4 zu schauen.

 

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