Obama „knipst“ Osama aus

6 Mai 2011 von Max Kommentieren »

Man kann über die Amerikaner denken, was man will, aber die Art und Weise wie das nationale Problem 0.b.L. gelöst bzw. „entsorgt“ wurde, nötigt den meisten Leuten in unserem Land Respekt ab.

Als ich die Nachricht am vergangenen Montag gehört habe, dachte ich im ersten Moment. „Ach so, den gab’s ja auch noch – hätt ich fast vergessen.“ Aber spätestens am 11. September anlässlich des 10. Jahrestags wären bzw. werden wir wieder mit den schrecklichen Bildern der Anschläge auf World Trade Center und Pentagon konfrontiert werden.

Die Bilder sollten sich dann die Herren Ströbele und Koenigs mal etwas intensiver anschauen, vielleicht revidieren Sie dann Ihre Aussagen, dass es besser gewesen wäre, Osama Bin Laden einen fairen Prozess zu machen, wie diese Woche in einer großen deutschen Boulevardzeitung nachzulesen war. Meine Herren von der „www.die-dagegen-partei.de“: Vielleicht sollten Sie sich in diesem Zusammenhang einfach mal des alten Zitats von Oscar Wilde besinnen, was da lautet: „Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.“ Da fehlt ja nur noch, dass vom Dach-Verband der Forensik-Gutachter und Psychologen eine offizielle Beschwerde an die US-Regierung geschickt wird, welch großer „Auftrag“ ihrem Berufsstand da durch die Lappen gegangen ist.

Ein bemerkenswerter Kommentar war vom Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Ayman Mazyek, zu lesen. Er äußerte sich erleichtert über den Tod bin Ladens und nannte die von den Amerikanern vorgenommene Seebestattung eine „intelligente Lösung, um aus der Grabstätte keine extremistische Kultstätte entstehen zu lassen.“

Bei Osama bin Laden handelte es sich nicht um einen Gelegenheitsverbrecher, sondern um den Mann, der nachweislich für den mit knapp 3.000 Opfern größten Terroranschlag, der seit dem 2. Weltkrieg auf der Welt verübt worden ist, verantwortlich war. Und nicht nur das: In zahlreichen danach veröffentlichen Videos hat er sich nicht nur zu dieser Tat bekannt und die ausführenden Terroristen in den Heldenstatus befördert, sondern die ganze Welt mit weiteren Terrorankündigungen jahrelang in Angst und Schrecken versetzt.

Mit der Operation „Geronimo“ hat der amerikanische Geheimdienst CIA damit dem Terror-Netzwerk „Al Quaida“ seine Leitfigur genommen und es bleibt für uns alle zu hoffen, dass mit dieser Aktion der Anfang vom Ende der Veranstaltung „Al Quaida“ eingeläutet wurde. Auch wenn da der Wunsch der Vater des Gedankens ist: Bei uns in Deutschland dauerte es jedenfalls nach der Eskalation der Ereignisse im Herbst 1977 mit der spektakulären Befreiungs-Aktion einer entführten Lufthansa-Maschine in Mogadischu, der Ermordung von Arbeitgeber-Präsident Schleyer und dem Selbstmord der RAF-Köpfe Baader, Ensslin und Raspe weitere 20 Jahre, ehe die Rote-Armee-Fraktion (RAF) sich am 20. April 1998 „offiziell“ auflöste.

In weiten Teilen der amerikanischen Bevölkerung löste der 11. September 2001 ein Trauma aus, wurde man doch sozusagen im „eigenen Wohnzimmer“ das Opfer von islamistischen Terroristen. Unter diesem Hintergrund muss man auch die jetzige Reaktionen der Amerikaner bewerten, dass sich am „Weißen Haus“ in Washington und am „Ground Zero“ in New York Jubelszenen abspielten, als die Nachricht von der „Exekution“ des Staatsfeinds Nr. 1 über die Ticker lief. Für uns Europäer ist es sicherlich grenzwertig, so etwas anzusehen. Von daher kann ich auch die eine oder andere Stimme verstehen, die kritisiert, dass es bei einem solchen Anlass eigentlich „nichts zu feiern gibt.“

Nicht diskutabel ist für mich allerdings das ohne vorherige Gerichtsverhandlung gleich vollstreckte „Urteil“. Ein Verbrecher von diesem Kaliber hat in meinen Augen jegliche Rechte, auch das auf Leben, verloren.

Wenn man sich manche Kriminalfälle bei uns anschaut, könnte man gelegentlich auch auf andere Gedanken kommen, aber wir haben uns in unserer Verfassung ja für einen anderen Weg als die Amerikaner entschieden und das muss jeder, der in unserem Land lebt, respektieren.

Einen letzten Gruß hat der Staatsfeind Nr. 1 den Amerikanern allerdings hinterlassen. In seinen Taschen eingenäht fand man einen Zettel mit 2 Telefonnummern für Notfälle und (man höre und staune) 500 Euro. In den Dollar hatte er da wohl nicht so sehr das Vertrauen…

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